Die zwei Grundgesetze im Kundalini Yoga

Die zwei Prinzipien oder „Gesetzte“ des Kundalini Yoga bringen die Qualität dieser Yoga-Variante zum Ausdruck.

Law of deliverence - das Gebot des Ablieferns.

Ein Yoga-Lehrer setzt sich nicht selber ins Zentrum seiner Lehren, sondern begreift sich als Kanal oder Brücke. Durch eine neutrale innere Haltung versetzt er sich in die Lage, ohne feste Ziele oder Hintergedanken den SchülerInnen eine Erfahrung zu ermöglichen.
Das Ziel ist dabei, dass der Schüler seine eigenen Zugangs zum Yoga entwickelt und sich an die Goldene Kette der Yoga-Tradition anbindet. Der jeweilige Lehrer spielt bei dieser Anbindung zwar eine wichtige Rolle, aber sie hat nichts mit ihm oder seiner Persönlichkeit zu tun. Die Beständigkeit und Präsenz eines Lehrers ist dafür völlig ausreichend. Diese Rolle ist austauschbar und kann rotieren.
Das Gebot des Ablieferns bedeutet, dass ein Lehrer seinen Schüler zur Quelle des Yogas führt, ohne sich selber in den Weg zu stellen. Einige Schüler werden besser sein und sich schneller entwickeln als ihre Lehrer. Dies ist manchmal für den Lehrer nicht leicht zu akzeptieren – insbesondere, wenn finanzielle Erwägungen eine Rolle spielen. Ein Schüler darf niemals in seiner Entwicklung begrenzt werden, egal welche Eigeninteressen des Lehrers dabei beeinträchtigt werden.

Law of sustenance, Gebot der Aufrechterhaltung

Wie oben schon angedeutet ist die Beständigkeit eine der wichtigsten Eigenschaften einer Lehrerin. Bevor eine Lehrerin anfängt zu unterrichten, sollte sie sich darüber klar werden, dass damit einige Verpflichtungen gegenüber der zukünftigen SchülerInnen verbunden sind. Sobald sich eine Lehrer-Schüler-Beziehung aufgrund eines wöchentlichen Yogakurses etabliert hat, ist es die Aufgabe der Lehrerin, dafür zu sorgen, dass die Verbindung von ihrer Seite her nicht abreißt. Wenn sie z.B. wegziehen muss ist es ihre Aufgabe, für einen Ersatz zu sorgen – entweder durch eine andere Kundalini Yoga Lehrerin vor Ort oder in dem eine der SchülerInnen eine Lehrerausbildung macht und den Kurs übernimmt. Diese Beständigkeit ist eine Voraussetzung, damit der Bewusstseinsprozess im Kundlini Yoga störungsfrei funktionieren kann.
Das Gebot des Aufrechterhaltens beinhaltet auch die Verpflichtung, das Kursangebot aufrecht zu erhalten, wenn andere Dinge dazwischen kommen. Eine Lehrerin kann normalerweise auch unterrichten, wenn es ihr nicht so gut geht oder sie sich verletzt hat. Lediglich ihre Präsenz ist nötig, um die Verbindung aufrecht erhalten zu können. Wenn es doch mal nicht möglich ist, den Unterricht aufrecht zu erhalten ist eine angemessenen Vertretung die beste Option.

Wenn diese beiden Regeln befolgt werden, steht dem Unterrichten von Kundalini Yoga nichts mehr im Wege. Die Entwicklung der Schüler wird die Lehrerin erhöhen und nähren. Dabei ist es nicht ausschlaggebend, wie erfahren die Lehrerin ist. Es gibt keine perfekten Lehrer und Perfektionismus ist kein Ziel, dass im Yoga angestrebt wird. Die Bemühungen und die Hingabe sind entscheidend.

 

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