Die 2. Stufe der Kundalini Yoga Ausbildung ist für diejenigen gedacht, die regelmäßig unterrichten und dabei mit einer Austausch- und Studiengruppe in regelmässigen Kontakt bleiben wollen. Anders als in der ersten Stufe steht hier die Unterrichtserfahrung im Vordergrund. Die Stufe 2 zeichent sich auch dadurch aus, dass hier unterschiedliche AUsbildungsschulen, Lead-Trainer und Örtlichkeiten frei gewählt werden können.
Die Stufe 2 besteht aus fünf Modulen von jeweils sechs Tagen, die zur Verteifung der eigenen Unterrichtserfahrung beitragen.
Im Kundalini Yoga gibt es keine Einweihung. Dadurch sind Hierarchien, wie sie in anderen spirituellen Traditionen bekannt ist, aufgehoben. Es gibt niemanden, der einem den Zugang zum Kundalini Yoga öffnen oder streitig machen kann. Die Technologie hängt wie ein reifer Apfel am Baum, sie muss lediglich gepflückt werden.
Die Selbsteinweihung ist kein beliebiger Prozess. Damit es funktioniert, müssen Regeln eingehalten werden, die in den Ausbildungen vermittelt werden.
LehrerInnen wirken durch ihr Beispiel, ihre Ruhe, Ausgeglichenheit und Ausstrahlung. Sie symbolisieren das höhere Selbst des Schülers. Je persönlicher die LehrerInnen sind, desto schlechter unterrichten sie und desto mehr werden sie von ihren SchülerInnen geliebt. Die Tiefe und Breite der Liebe ist kein Gradmesser für einen erfolgreichen oder erfolglosen Entwicklungsprozess. Gefühle sind das Schmieröl im Getriebe. Es brauch ein bisschen davon, damit die Mechanik funktioniert. Wenn ausreichend Öl da ist, laufen die Maschinen rund. Bei zu viel Öl, gerät das System außer Kontrolle.
Im Prozess des Yogaunterrichtens verschränken sich die Psychen in der Gruppe miteinander („The mind is interlocked into the group“). Mit Hilfe des Venus-Mudra (Siehe Bild) ist es möglich, die Verbindung zwischen dem Lehrer und der Gruppe zu verstehen. Ein Lehrer predigt nicht und hält keine Reden, um den Fluss in die Gruppe nicht zu gefährden. Sie beobachtet, hält aus und lässt zu, das ist ausreichend.
Durch diesen engen unpersönlichen Austausch in der Lehrer-Schüler-Beziehung wiegt jeglicher Missbrauch durch den Yogalehrer besonders schwer. Lehrer müssen hier besonders sensibel sein, damit sich keine versteckte Agenda oder persönliche Trips einschleichen.
Je höher du steigst, desto demütiger solltest du sein. Deshalb ist es für alle Yogalehrenden wichtig, im Austausch zu bleiben und den Bezug zu einer Gruppe auf Augenhöhe nicht zu verlieren.








