Rückschau zum Self Sensory Retreat Anfang Juli 2019 im Taunus

Das Self Sensory System

Dieses System nimmt in den letzten Jahren, in denen Yogi Bhajan unterrichtet hat (1998 – 2001) einen großen Raum ein. Hier fügen sich viele einzelne Aspekte des Kundalini Yoga zu einer Synthese zusammen: Japa-Meditation, Sat Nam Rasayan, Selbst-Synchronisation, Souveränität, Umgang mit Ängsten und die Balance zwischen dem Äußeren und dem Inneren Internet. Im Kern geht es darum, in und mit sich selbst Zufrieden zu sein, und dadurch alle Abhängigkeiten von äußeren Umständen zu überwinden. (Zum Basistext Nr. 15: Das Selbstwahrnehmungs-System)

1. Tag: Element Erde

Am ersten Tag haben wir uns mit dem Konzept der fünf Ausdrucksformen oder „Klängen“ des Bewusstseins beschäftigt, um uns dem Thema Self Sensory System zu nähern.
Yogi Bhajan unterscheidet fünf Klänge, die sich in dieser Form in alten yogischen Schriften wieder finden: Bhekri, Khant, Hirday, Sat und Anahat. Zusammengenommen sind sie ein Orchester unseres Bewusstseins. Wie bei einer Symphonie spielen diese Klänge zusammen und erzeugen eine harmonische Einheit.
Wenn allerdings einzelne Instrumente falsch gestimmt sind oder unabhängig von den anderen eine eigene Melodie spielen, klingt das Konzert disharmonisch und macht einen negativen Gesamteindruck. Genauso verhält es sich mit den fünf Klängen, die unser Bewusstsein erzeugt. Sie sollten aufeinander abgestimmt sein, ansonsten erzeugen sie
Widerstände und zunächst mentale und später körperliche Krankheiten.

Wenn wir uns entsprechend schulen, können wir diese Klänge hören. Diese Fähigkeit wird als das 3. Ohr oder das „innere Ohr“ (JapJi, 9.-12. Pouree “Suni-ä“) bezeichnet. Dies ist
keine Einbildung, die nur im Kopf entsteht, sondern ein physikalischer Vorgang. Jeder kann diese Klänge wahrnehmen, der sensitiv genug ist.

Am ersten Tag haben wir entsprechende Übungen aus dem Kundalini Yoga gemacht, um diese Sensitivität zu schulen. Am Abend haben wir dann mit einem ausgedehnten Waldspaziergang dem Tag abgeschlossen und „in der Natur gebadet“.

 

2. Tag. Element Wasser

Nach dem morgendlichen Sadhana haben wir uns mit dem Thema Loslassen beschäftigt. Höhepunkt des Vormittags war die Lesung aus dem Siri Guru Grant, dem heiligen Buch der Sikhs, dass den Klangsstrom des Naad-Yoga transportiert, der auch die Grundlage der Kundalini Yoga Mantras ist. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, selber aus dem Buch zu lesen und ihre eigene Erfahrung damit zu machen.


Am Nachmittag haben wir dann die natürliche Umgebung des Tagungsortes genutzt und mit der Kreativität und dem Bewusstsein von Pflanzen gearbeitet und dabei den Prozess des Loslassens fortgeführt. Pflanzen haben ein kollektives Bewusstsein, das rein und heil ist. Deshalb sind sie gut geeignet, um die eigenen Verstrickungen zu erkennen.


Abends dann wurde der Tag mit einer tiefen und wohltuenden Gong-Meditation mit anschließendem Tanz abgeschlossen.


3. Tag: Element Feuer

Feuer steht für Transformation und Wachstum. An diesem Morgen haben wir uns Aufgemacht um ein Sadhana – frühes Morgenyoga - unter freiem Himmel mit Blick auf das Usa-Tal zu genießen.

Danach haben wir den Vormittag genutzt um Sat Nam Rasayan zu praktizieren. Ziel der Übung war es, zu erkennen, wann wir unter dem Einfluss anderer Menschen stehen, und wie wir uns bewusst dazu entscheiden können, diesen Einfluss wieder los zu lassen.
Der Nachmittag stand dann ganz im Zeichen des Familienstellens.
Familienstellen ist eine Therapiemethode, die immer in Gruppen durchgeführt wird, meistens über einen Zeitraum von mehreren Stunden. Diese Methode ist besonders effektiv, um versteckte Informationen innerhalb einer Familienstruktur zu durchschauen und gegebenenfalls aufzulösen.
Diese Veränderungen haben Auswirkungen auf die reale Familienkonstellation.
Aufstellungsarbeit ist damit eine Methode um krankmachende oder belastende Informationen aufzulösen, die innerhalb und außerhalb vom eigenen Einflussbereich liegen.
Am Abend haben wir dann die Japa-Meditation vorbereitet. Diese Meditationform ist sehr intensiv und wird nur für Personen mit Meditationserfahrung empfohlen.

Gemeinsames Essen nach nach einem erfahrungsreichen Tag. Unser Gastgeber war die Maibacher Schweiz, eine Lebensgemeinschaft aus 12 Erwachsenen und 5 Kindern, die das Tagungshaus betreiben. Geschützt vom Wohlwollen der dort lebenden Menschen konnte die Gruppe eine gemeinsame Transformation vollziehen.


4. Tag: Element Luft – die Japa Meditation

Eine Japa-Meditation ist eine wunderbare Gelegenheit, um dauerhafte Veränderungen auf der Ebene der eigenen Identität in die Wege zu leiten. Wir können uns aus krankmachenden Mustern und Verstrickungen befreien. Viele verglichen die Wirkung mit den Erlebnissen während eines Weißen Tantra Kurses.
Unser diesjähriges Japa-Mantra war „Guru Guru Wahe Guru, Guru Ram Das Guru“, ein Mantra, was das 7. Chakra öffnet. Nach schwierigen eineinhalb Stunden gelang es nahezu allen Teilnehmern, den Klangstrom zu verinnerlichen und eine ergreifende gemeinsame Erfahrung zu machen. Das Mantra wurde von allen 11.000 Mal gesungen. Diese Meditations-Technik wird nur unter Anleitung von versierten Japa-Anleitern empfohlen und sollte nicht alleine zu Hause gemacht werden.


5. Element Äther: zu Hause ankommen

Eine Japa-Meditation durchzuhalten ist das eine – fast noch schwieriger ist es, diese Erfahrung anschließend im eigenen Alltag zu integrieren. Diese Integration ist der 5. und letzte Schritt des gemeinsamen Retreats. Auch die beste Meditationserfahrung nützt nichts, wenn sie nicht zu einer Erhöhung des Bewusstseins und schließlich zu einer Erleichterung der täglichen Herausforderungen führt.


Einige Rückmeldungen der TeilnehmerInnen

„Meine Erwartung wurde übertroffen. Das Programm war sehr viel seitig, jeden Tag gab es etwas neues, besonderes zu erleben. Es war sehr aufschlussreich, mit Hilfe der Pflanzen etwas über meine Persönlichkeit zu erfahren.“
M.B.S.B. - Nierstein

„Die Atmosphäre war gut und locker – ich konnte mich gut auf die Meditation einlassen und es war genügend Raum für Bewegung.“
Pritamjeet K. - Oberursel

„Das Retreat war für mich Heilend – das Kundalini Yoga, die Gemeinschaft, der Ort, das gute Wetter war genau die richtige Kombination.“
Astrid - Holthausen

„Das Sadhana am Waldrand und das Familienstellen war am besten. Ich wusste nicht, was mich bei der Japa-Meditation erwarten würde und bin froh, dass ich diese Erfahrung machen durfte. Landschaftlich ist es sehr schön hier.“
Marion - Marburg

„Den Siri Guru Grant kennenzulernen war eine unsagbar wertvolle Erfahrung. Es ist ein sehr inspirierender Ort. Ein richtiges Zuhause-Gefühl kommt auf und ich würde am liebsten hier bleiben.“
Nicole - Erfurt

„Der Ort war angenehm und stimmig und das Essen sehr lecker“
Barbara - Hamburg

Zur Anmeldung: Self Sensory Retreat 2020

Über uns

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Die Webseite Yoga-Infos.de wurde 2005 gegründet, um Informationen über die Grundlagen des Kundalini Yoga nach Yogi Bhajan zur Verfügung zu stellen.

In dem Maße, wie Kundalini Yoga bekannter wird, entwickelt sich auch diese Webseite weiter.
Der Fokus liegt inzwischen auf Yogalehrer-Ausbildungen, Yoga-Übungsreihen und die entsprechende Beratung dafür sowie dem Self Sensory System.

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