Yoga für den Vagusnerv

Der Vagus-Nerv hat einen entscheidenden Einfluss auf das körperliche Wohlbefinden. Er versorgt die wichtigsten Organe und reguliert die Verdauung. Neuste Studien belegen, das Entspannungstechniken und Meditation einen unmittelbaren positiven Einfluss auf die Leistung des Vagusnervs hat.

Mit Hilfe unseres Bewusstseins üben wir eine Einfluss auf unseren Körper aus. Unser Körper vollzieht die sich wiederholenden „Bewegungen“ des Geistes nach. Die passiert mit Hilfe der Testmuskeln und Meridiane. Der Vagusnerv scheint in diesem Körper-Geist-Geflecht eine wichtige Rolle an der Schnittstelle zwischen Geist und Materie zu spielen.

Im Kundalini Yoga gibt es eine Übungsreihe, die von Yogi Bhajan extra zur Stärkung des Vagusnervs angeleitet wurden. Damit wird diese Schnittstelle gestärkt.
Dies ist sinnvoll, weil der Körper eine innere Wahrheit kennt. Er kann nicht beliebig von dem Bewusstsein „verbogen“ werden. Wenn der mentale Einfluss auf den Körper zu weit weg von dessen Wahrheit ist, entstehen zuerst Spannungen und später Krankheiten. Durch die Stärkung des Vagus-Nervs werden die Spannungen besser erkannt und können durch das Yoga „bearbeitet“ werden, bevor es zu chronischen körperlichen Krankheiten kommen kann.

Nicht nur der eigene Geist sondern auch andere Menschen und die Umgebung in der wir uns bewegen haben Einfluss auf unser Informationssystem im Körper.
Mit Hilfe von Yoga können neue Meme im Einklang mit der „Wahrheit des Körpers“ erzeugt werden. Alte disharmonische Meme können losgelassen werden.

Zudem ist es mit Hilfe von Meditationen möglich zu lernen, wie man sich von Menschen und Orten, die einen nicht unterstützen abgrenzen kann, ohne dafür auf körperlichen Abstand gehen zu müssen.

Die Übungsreihe ist im Yoga Infos Basistext Nr. 7 "Organe, meridiane, Testmuskeln" veröffentlicht. 

Zum Basistext

Author

Sangeet Singh

Sangeet Singh ist der Gründer und Betreiber der Kundalini Yoga Webseite www.yoga-infos.de. Er unterrichtet Yoga an Wochenenden und ist Autor des Buches "Yoga - die sanfte Revolution".

1 Kommentar

  •  Pritamjeet Kaur
    27. März 2018
    gepostet von Pritamjeet Kaur

    Einige Gedanken zum „Vagus-Nerv“:
    Die zentrale Funktion dieses Nervs ist in diesem Yoga-Infos-Text in einer gut zusammengefasst en Art
    klar beschrieben. Eine erste Herausforderung entsteht bereits durch die Tastsache, dass der
    Vagus-Nerv ein „entscheidendes Bindeglied zwischen Geist und Körper“ ist. Man könnte ja auch
    einfachhin davon ausgehen, dass es ausreichend ist, z.B. Yogaübungen zur Stärkung des Nerven-
    und des Drüsensystems (im Ganzen) zu praktizieren, um eben die Informationssys teme der Nerven
    (und der Drüsen) generell, positiv zu unterstützen. Zweifelsohne tragen auch diese Yoga-Übungs-
    Sets hilfreich dazu bei, dass Abwehrkräfte und Nerven gestärkt werden.
    Eine weitere zentrale Aussage ist für mich, die Tatsache, dass der Körper (als System), in der Lage ist, „eine innere Wahrheit“ zu erkennen. „Er kann nicht beliebig von dem Bewusstsein verbogen
    werden“. Dieses bedeutet, dass ein sensibler und wacher Umgang mit dem jeweils eigenen
    Körper wichtig ist, um Grenzen von Belastungen selbst einschätzen und erkennen zu können;
    um einen gesunden Zustand aufrechterhalte n zu können. Das menschliche Bewusstsein ist im
    Prinzip die entscheidende Instanz, um in den jeweils eigenen Körper „hineinhorchen“ zu können.
    Wer erlernt hat mit dem eigenen Körper wachbewusst umgehen zu können, der/die sind dann
    außerdem in der Lage, bei den Mit-Menschen Grenzen und Stärken zu erkennen. Zumindest dieses
    tendenziell. Die „innere Wahrheit“ im eigenen Körper zu erforschen verhilft zugleich dazu, (auf einer
    neutralen Ebene) die Wahrheiten anderer Körpersysteme wacher wahrzunehmen und ihnen mit
    Achtsamkeit/Rücksicht zu begegnen.
    Interessant in dieser Hinsicht ist außerdem die Aussage (im Yoga-Infos-Text ), dass „wenn der mentale
    Einfluss auf den Körper zu weit weg von der Wahrheit ist, dass dann folglich (zunächst) Spannungen
    Entstehen, die sich bis hin zu chronischen Krankheiten entwickeln können.
    Das können eben auch Belastungsphäno mene in zwischenmenschl ichen Beziehungen sein, die nie
    aufgelöst werden konnten, soziale Konflikte, die in ihrem Wahrheitskern nicht aufgedeckt wurden
    und deren Informationsträ ger (Meme) sich im jeweiligen Körpersystem fest-gesetzt haben.
    „Durch die Stärkung des Vagus-Nervs, werden die Spannungen besser erkannt und können durch
    Yoga `bearbeitet` werden“, heißt es dann weiter im Yoga-Infos-Text . Auf den ersten Blick hört
    sich das ein wenig wie ein Märchen an. Fragt man genauer nach, dann ist es eigentlich erklärlich.
    Denn der Vagus-Nerv endet (im Verlauf) vom Hirnstamm ausgehend, über den Herzbereich fließend
    mit weit verzweigten Verästelungen in den Bauch- und Verdauungsorgan en.
    Das ist ein starke Herausforderung an die Weitervermittlu ng vom Unterrichten von Yoga, sowie auch
    für die eigene Übungspraxis. Es bedeutet vor allem auch – dass diese wichtigen Erkenntnisse aus
    der Forschung bewusst weiterverbreite t werden soll(t)en, damit auch die Yoga-Praktizierenden,
    diese Impulse bewusster aufgreifen können.
    Ein Bewusstseins-Fe ld, das in diesem Yoga-Infos-Text , weniger berücksichtigt wurde, sind die
    Einflüsse der Umwelt und die ökologisch-eing eschränkten Bedingungen, in denen wir zumeist
    (aktuell) leben. Selbstverständl ich (das ist weitgehend seit langen bekannt) haben auch diese
    Faktoren starken Einfluss auf das Nervensystem und zentral auf den Vagus-Nerv.
    Abgrenzung im unmittelbaren sozialen Umfeld, z.B. am Arbeitsplatz, kann eventuell (besonders
    auch durch Yoga & Meditation) erlernt werden, ebenso können Kreativität und Selbstbehauptun g, Schutz der eigenen Immunität gestärkt werden – Wie aber können wir als Menschen uns schützen
    vor radioaktiven Verseuchungen, vor Umweltschäden, die einen unmittelbaren Einfluss auf unsere
    Körpersysteme haben?
    Pritamjeet Kaur

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